SOS: Retter/innen in Not!

By Matthias Flieder

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Schiffe an die Kette gelegt

Zuerst irrten die Rettungsschiffe von privaten Hilfsorganisationen tagelang auf dem Mittelmeer umher: Kein europäischer Staat erlaubte ihnen, einen Hafen anzulaufen. Jetzt verhindert man, dass sie wieder in See stechen. Und warum? Weil sie Menschen retten, die in den Wellen um ihr Überleben kämpfen. Weil sie diese Menschen ans sichere Land bringen: Und das soll nicht Europa sein.

Auch das Sea-Watch-Flugzeug Moonbird wurde von den Behörden festgesetzt und kann nun nicht mehr nach Ertrinkenden suchen. Italien und Malta gehen kompromisslos gegen die Retter/innen vor. Seit einigen Tagen ist daher kein privates Rettungsschiff mehr im zentralen Mittelmeer unterwegs.

Jan Schill, Einsatzleiter der Sea-Watch 3 macht deutlich, was das für die Menschen in Not bedeutet:

Ein Großteil der Rettungseinsätze in den letzten Monaten, aber auch Jahren, wurde ja von privaten Rettungsschiffen gefahren und es wurden Menschen aufgenommen, die aus dem Wasser geborgen wurden in vielen Fällen. Und diese Menschen werden in vielen Fällen jetzt sterben.” – Jan Schill, Einsatzleiter der Sea-Watch 3

Im Juni ertranken 629 Menschen im Mittelmeer. Er war damit der tödlichste Monat des Jahres.

Fordern Sie von Außenminister Maas: Kein Sterben im Mittelmeer!

Retter werden zu Verbrechern erklärt

Den Rettern wird nicht nur verboten, Menschen vor dem sicheren Tod zu bewahren. Jetzt werden sie auch noch von den Behörden kriminalisiert. In Malta wird dem Kapitän der Lifeline jetzt der Prozess gemacht. Sein Schiff irrte tagelang bei teilweise stürmischem Wetter durchs Mittelmeer, weil es keinen Hafen anlaufen durfte. Der Grund: An Bord waren 234 gerettete Menschen. Kein Land wollte sie aufnehmen.

Wir sind an einem traurigen Moment der europäischen Geschichte angelangt, indem man wahrscheinlich sagen kann, dass wir unsere Humanität verloren haben.” – Lotte Leicht, Human Rights Watch

Diese Zustände müssen ein Ende haben. Außenminister Maas muss sich bei seinen Amtskollegen aus Italien und Malta dafür einsetzen, dass die Schiffe und Flugzeuge der Helfer wieder Menschen retten dürfen.

Fordern Sie von Außenminister Maas: Kein Sterben im Mittelmeer!

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Quelle: Campact Blog

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